Den ersten ganzen Tag in Rumänien und dann gleich das! Wir sehen an unserem Übernachtungsplatz eine Hirschkuh mit ihrem Einjährigen, dann bellt in der Abenddämmerung ein Fuchst. Nachts hören wir einen Hirsch röhren und morgens werden wir von einem schreienden Hack geweckt. Jetzt fehlt nur noch Wolf und Bär, dann haben wir sie durch, die big five Europas.
Korruption-Ukraine-Schurkenstaat
Auch in der Ukraine gibt es sie! Die miesen Bullen!
Nun hat es uns also doch nochmal erwischt. Waren wir bei der ersten Durchfahrt noch voll des Lobes, stellt sich heraus, wir hatten nur Glück. Am 29.09 zwischen 13.15 und 13.45 in Khoti. An einer festen Straßenkontrolle soll ich eine gestrichelte Linie überfahren haben, daß ist verboten! Ich dachte immer das gilt nur für durchgezogene, egal. Die Jungs ziehen eine Show ab, vom feinsten. Sie zeigen mir, das sie das Beweisvideo via Internet losschicken, der Vorgang wird aber nicht abgeschlossen, er sendet ja nichts. Ich kriege das Video nicht zu sehen. Wenn ich gleich zahle wird es billiger, aber natürlich ohne Quittung. Sonst muss ich in die Stadt zur Wache. Hier verdreifacht sich der ohnehin schon hohe Preis und es dauert bis zum Abend. Das glaube ich den Drecksäcken gleich. Korrupt bis ins letzte. Das Geld wird unter den Wegelagerern aufgeteilt.
So lange die ukrainische Regierung hier nicht eingreift wird die Korruption ihren freien Lauf haben. Waren die Herren Bullen/Wegelagerer früher mit fünf Euro zufrieden, sind es heute wesentlich schmerzlichere Beträge. Bei der Ausreise lernen wir dann noch zwei Prager kennen, Vater und Sohn, sie erlebten ähnliches. Der Sohn ist stock nüchtern gefahren. Bei der Kontrolle wollen die Bullen aber eine Blutkontrolle und Urinuntersuchung anordnen. Was logischerweise auch nur in der Stadt möglich ist. Zudem müssen sie die Kosten für die Untersuchung bezahlen. Es sei denn sie zahlen sofort einen hohen Eurobetrag ohne Quittung, dann dürfen sie weiterfahren.
An die Regierung der Ukraine: Dies ist für den Tourismus nicht sonderlich förderlich. Nicht mal als Transitland!
30000 Kilometer und leider tschüss
30000 Kilometer sind wir jetzt unterwegs, seit wir in Deutschland losgefahren sind. Ein Ende ist noch nicht in Sicht. Gleichzeitig haben wir uns nun endgültig von Angelika, Peter und ihrem Manni getrennt. Nach einer letzten nervenaufreibenden Grenze von Russland in die Ukraine, uns fehlte eine wichtige Fahrzeug-Deklaration, sind wir nun auf dem Weg nach Albanien. Angelika und Peter sehen sich die Krim noch an und fahren weiter über Kiev nach Deutschland. Ein, hoffentlich letzter, Federbruch hat Manni auf der linken Vorderhand ereilt. Fahren geht aber Gott sei Dank noch.
So langsam sind wir es leid immer mit den örtlichen Behörden, jedlicher Art, Schwierigkeiten zu haben. Anfangs war alles noch ein nettes Spiel, nun ist unser Nervenkostüm arg in Mitleidenschaft genommen. Unser Bedarf an sinnlosen Diskussionen ist momentan gedeckt!!!!!!!
Der Kreis hat sich geschlossen
Am 20. September stehen wir 40 km vor Atyrau auf genau dem Schlafplatz, welchen wir am 20. April schon benutzten. Somit hat sich der Kreis in Zentralasien geschlossen. In Atyrau überqueren wir den Fluß Ural und sind wieder in Europa. Somit haben wir fünf Monate in Zentralasien verbracht. Kinder wie schnell ist nur die Zeit verflogen!?!?!?!? Wir fahren noch zusammen über die Grenze nach Russland, danach werden wir uns schweren Herzens Trennen. Angelika und Peter werden schön gemütlich in die Heimat fahren, während wir über die Ukraine, Rumänien, Bulgarien und Griechenland nach Albanien fahren. Wir wollen dort mal wieder ein paar Wochen verbringen und den Norden etwas mehr erkunden. Der Blog wird natürlich weiter gepflegt.
Halbinsel Mangistau / Ustjurt Plateau
Für Leidensfähige! Die Strecke von Beyneu nach Aqtau ist wirklich eine eigene Liga. Von schweren LKW’s zermartert und mehr als zermürbend für die Insassen. Wer das aber hinter sich bringt und ab Aqtau dann streng nach Osten fährt wird mit einer atemberaubenden Landschaft belohnt. Muschelkalkfelsen, Plateaus und Schluchten. Wir haben einmal das National Reservat umrundet, einfach der Wahnsinn. In das Reservat kommt nur, wer eine Erlaubnis hat. Die Pisten, welche das Reservat umrunden, sind dann wieder besser zu fahren. Teils wüstig-sandig, teils fest verbacken. Jedenfalls viel viel Staub!!!! Ein paar Tage Einsamkeit und Wildnis pur. Mehrere hundert Kilometer ohne Versorgungsmöglichkeit, weder für Mensch noch Maschine.
Kasachstan Registrierung
ACHTUNG, ATTENTIONE, ATTENTION
Hier hätte eigentlich ein ausführlicher Bericht über den Ganzen Vorfall stehen sollen, ich will mich aber auf das Wesentliche konzentrieren und versuchen Emotionen außen vor zu lassen.
Zunächst eine Warnung an alle Kasachstan Reisenden mit mehrfach Einreise Visa.
Die Registrierung MUSS ZWINGEND fünf Tage nach der Einreise erfolgen!!! Alle anderen Auskünfte sind falsch.
Wer sich nicht innerhalb der fünf Tage registriert, muss mit einer absolut beschissenen Behandlung der Beamten in der Migration Police rechnen. Das soll heißen: Behandlung wie ein Staatsfeind, einer Arrestierung und dem einstweiligen Verlust des Passes, völlige Ignoranz den Personen gegenüber und vor allem keine Information über das weitere Vorgehen. Zudem wird eine Strafe in Höhe von umgerechnet 75,- Euro fällig und im bescheidensten Fall, wie bei uns, die Hinzuziehung einer Notarin, welche weitere 50,- Euro verlangt. Macht zusammen 125,- Euro pro Person. Die Strafe ist meiner Meinung nicht das Schlimme! Die Art und Weise wie man behandelt wird ist absolut unterstes Niveau!
Selbst wenn nur um einen verdammten Tag überzogen wird, so war es bei uns, wird die Strafe fällig!
Absolut die Krone setzt dem Ganzen die Tatsache auf, bei einer früheren Ausreise aus Kasachstan hat uns eine Grenzbeamtin versichert, eine Registrierung sei nicht notwendig!
Zusammengefasst: In Kasachstan registrieren, nur so kann eine schikanöse Behandlung vermieden werden!
In unserem Fall hat uns eine sehr nette Dame bei der Übersetzung in der Migration Police geholfen. Diese Dame war aber von außerhalb, also keine Behördenangestellte. Ihr sei auf diesem Wege nochmals gedankt.
Alles in allem keine wirklich schöne Aktion zum Ende in Kasachstan, es wird aber nichts an unserer positiven Meinung zu Land und Leute ändern. Kasachisches Behördenpersonal rechnen wir mal nicht zu Leute. 😉
Nichts besonderes dieser Tage
Ok, ich wurde am 05.09.2011 verhaftet, der Mazda hat mal wieder einen Federbruch aber sonst ist alles wie immer 😉 Der Wahnsinn halt!
Aber erst mal der Reihe nach. Usbekistan wird im Westen recht eben, öde und sehr heiß, nicht wirklich prickelnd. Einzig die Städte Buchara und Chiwa sind nennenswert und wirklich einen Besuch wert!
Der Grenzübergang im Westen nach Kasachstan soll der schlimmste und korrupteste in ganz Zentralasien sein, das vesichert uns ein LKW-Fahrer aus Bulgarien der in Zentralasien fährt und der muss es wissen. Angelika und Peter haben dann auch prompt Probleme. Wir sind schon mal durch und warten in Kasachstan auf die Beiden. Ich schaue nur kurz zurück über die Grenze, ob Manni sich bewegt und werde von zwei Halbwüchsigen-Soldaten verhaftet. Was ich hier mache, woher ich komme, wohin ich will, werde ich gefragt. Ich habe keinen Ausweis, keine Dokumente, nichts, was ein Sche…., alles im Auto. Nach langer Diskussion darf ich das Gelände verlassen und die Dokumente holen. Langer Rede kurzer Sinn, ich war zu nah am Zaun. Eine Ermahnung und ich bin entlassen, puh! In Kasachstan werden die Strassen wieder wie wir sie kennen, schlecht! Kurz vor Shetpe schaue ich wie immer kontrollmäßig unter das Auto und sehe eine gebrochene Feder hinten links, wenige Kilometer weiter ist auch rechts die zweite Lage gebrochen. Ich traue es mich nicht sagen, in Shetpe in die nächst beste Werkstatt, von da zum Autoteilehändler und für umgerechnet 30,- Euro zwei nagelneue Federlagen gekauft. In der Wekstatt auf die passende Länge abgeflext und fertig. Irgendwann dieser Tage werde ich sie mit Peters Hilfe einbauen.
Der gaaanz normale Reisealltag, wie ich ihn liebe, ganz ehrlich. Wir haben uns an die kleinen und großen Begleiterscheinungen einer solchen Reise gewöhnt. Ein Federbruch entlockt uns nur mehr ein Achselzucken, es wird zur Kenntnis genommen. So lange nichts schlimmeres passiert!
Ach ja, uns gehts übrigens immer noch sau gut!
BUCHARA
Wir sind über Samarkant nach Buchara gefahren. Momentan haut uns Usbekistan nicht gerade vom Hocker. Viel Baumwollfelder und dicht besiedelt. Wir werden aber im Nord-Westen ausreisen. Hier soll es nochmal schön sandig werden 😉 Chiwa steht in Usbekistan noch auf dem Programm, diese Stadt wird wohl am eindrucksvollsten sein. Wobei Buchara schon weitaus mehr Charm hat als Samarkand. Wir lassen es uns gut gehen und freuen uns immer wieder über die Kommentare von euch. Bilder kommen dann wieder im nächsten Bericht.
Derzeit können wir zwar SMS versenden aber keine empfangen. Irgendwie tuts mein Handy in Usbekistan nicht.
Pamirhighway, Korogh, Kalaikum, Dushanbe
Keine Ahnung wer behauptet hat der Pamir Highway sei durchgehend geteert, es stimmt nicht ;-). Wir freuen uns und empfinden etwas Ursprünglichkeit darin. Die Menschen hier sehen das sicher etwas anders. Der Pamir lebt! Ob durch Regen, Erdbeben oder Eis und Schnee, immer wieder holt sich die Natur zurück, was ihr vorher mit hohem Aufwand abgerungen wurde. Lange Sequenzen sind ohne Teer und werden es wahrscheinlich auch bleiben. Vorsicht ist nicht nur auf, sondern auch abseits des Highway’s geboten! Minenschilder warnen vor Kriegsgerät, Minensuchkommandos sieht man häufig! Die Armut auf afghanischer Seite schwindet, zunehmend gepflegte Dörfer und Gehöfte säumen die andere Seite des Panji, bis Kalaikum folgen wir ihm. Nun geht es durch eine Schlucht auf einen Pass und ab nach Dushanbe. Die Piste bleibt abenteuerlich und in schlechtem Zustand. 80 km schaffen wir am ersten Tag von Kalaikum aus, nicht sonderlich viel, die Piste gibt einfach nicht mehr her. Rau ist die Landschaft und herzlich die Menschen die wir treffen, wir fühlen uns wohl!
Um die neuesten Berichte zu lesen müsst ihr evtl. in die Kategorie „Auf Achse“ wechseln!?!?
Wieder in Korogh
Man Leute, was soll ich euch sagen, Tadschikistan ist der Wahnsinn. Wir vier sehen ein Natur-Highlight nach dem Anderen. Schneebedeckte Berge, verschlafene Seen, die Flüsse Panji und Pamir, wilde, schroffe Täler und Hochebenen. Kilometerweise fahren wir an der Grenze zu Afghanistan entlang. Wie ihr alle merken werdet, anhand der Zeilen, uns ist nichts passiert. Wir werden von den Tadschiken zwar gewarnt: the Peopel are cracy
wir haben aber nichts davon gemerkt. Das einzige was zu sehen ist, sind die noch ärmlicheren Verhältnisse auf der afghanischen Seite. Leider war das Wetter extrem diesig.
Unser eigenes, persönliches Highlight war Montag der 08. August. Hier erlebten wir ein Live-Konzert. Wow, was haben Angelika, Karin und Peter getanzt! Bilder sagen mehr als Worte.
