Grenzerfahrungen

Grenzerfahrung die Erste:

Alles halb so schlimm! Die Ausreise aus Rumänien hätte besser nicht laufen können. Ob ich Waffen habe oder Haschisch? Nö, für was auch? Nächste Station die Zöllner.Dieser chekt die Pässe, sieht die vielen Visas und ist sprachlos wegen dem Ziel Mongolei. Die Einreise in die Ukraine stellen wir uns als erste Herausforderung vor und werden diesbezüglich enttäuscht. Wir, mit unserem Auto unter 3,5 Tonnen hätten das Fahrzeug gar nicht mal verlassen müssen für den Schreibkram. Die Dame von der Grenzstation kommt zum Auto, holt die Papiere und alles wieder zurück, sehr freundlich. Höflichkeitshalber steige ich aus und gehe ihr entgegen. Bei Angelika und Peter gibt es etwas mehr Aufwand, weil sie ein Fahrzeug über 3,5 Tonnen haben. Alles in allem hält sich der Aufwand in Grenzen. Peter muß letzendlich dann auch Straßenbenutzungsgebühr für die grob errechneten Kilometer durch die Ukraine bezahlen.

 

Grenzerfahrung die Zweite:

Die große Weite der Ukraine beinhaltet straßenmäßig nicht nur lange Geraden, sondern auch Abzweige. Diese sind häufig mit STOP-Schildern gespickt, was für ein Spaß. Fast immer fahren wir durch, es kommt ja auch nichts. Wieder ein STOP-Schild in der Weite des Landes, wieder fahren wir durch. 200-300 Meter später winkt uns ein freundlicher junger Mann mit Uniform, die Polizei, raus. Schei….e denke ich mir. Schuldig wie ich mich fühle, zucke ich die Papiere und darf einem der Beamten folgen um sogleich auf dem Beifahrerplatz des Lada sitzen zu dürfen. „Nix verstehen?“ fragt er mich und ich nicke. Genau: „Nix verstehen.“ Auch Peter wird seine Papiere los. Ihm zeigen sie gleich noch das Beweisvideo. Von Peter will er 244 UHW Strafe. Mein Polizist, er scheint der Chef zu sein, verlangt 500 UHW Strafe von mir. Ich verneine vehement und zeige auf den 100er Schein seiner Währung und dem Quittungsblock. Eine halbe Ewigkeit sitzen wir, der Chef und ich, schweigend im Auto. Irgendwann scheint es ihm zu langweilig zu werden und er gibt mir Pässe samt Papiere mit dem Wort: „Fertig“ zurück. Die Polizisten lassen uns ohne Bußgeld laufen. Obwohl sie ein Beweisvideo haben. Danke Jungs!

 

Grenzerfahrung die Dritte:

Dem netten Herren, der Klappdächer mit Airtex erfunden hat, dem möchte ich mal persönlich begegnen! Seit Tagen nur Wind, teils sehr stark und böig, dazu Regen. So fein das Klappdach ist und so toll der Airtexstoff auch sein mag, nach fünf Jahren scheint dieser fix und fertig zu sein. Zum Glück hatten wir in Marokko schon gemerkt, daß unser Stoff bei Wind und Regen undicht ist, an jedem Nadelstich drückt das Wasser durch. Dazu ist die Stoffklappe hinter dem Gaze so unprofessionell angebracht, daß auch hier das Wasser in steten Tropfen rein läuft. Karin hat aus dem ursprünglichen Überschuh vom Knut, ein passendes Regencape für unser Klappdach genäht und versiegelt! Das können wir über Keder einziehen und mit Gummiband abspannen, sonst würden wir wohl ersaufen.

Wenn wieder ein Klappdach ansteht, dann mit festen Wänden! Alles andere ist gut fürs Wochenende, nicht aber für eine längere Reise mit allenmöglichen Wetterbedingungen.

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